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Rund
eineinhalb Wochen sind seit dem Hohenneuffen-Berglauf mittlerweile
ins Land gegangen und immer noch herrscht große Zufriedenheit
bei den Organisatoren des TSV Beuren und den "Co"-Organisatoren
des TSV Frickenhausen. Eins ist nach der Superbeteiligung
(über 400 Starter) klar: Unterm Strich war der 14.
Hohenneuffen-Berglauf ein Erfolg.
So sieht das ganze auch Beurens neuer Berglauf-Koordinator
Frank Klass (23): "Wir hatten viel mehr Teilnehmer,
als gedacht. Aber schon jetzt beginnt die genaue Analyse,
damit wir im kommenden Jahr noch ein paar Fehlerquellen
abstellen." Schulterklopfen gab es trotzdem genug für
den aktiven Langstreckenläufer, der in diesem Jahr
mit Berglauf-"Oldie" Ulrich Döbler (43) den
bisherigen Berglauf-Organisator als Berater zur Seite hatte.
Erstmals als Zuschauer an der Strecke war übrigens
Ulis Sohn Vincent Döbler (0), der Ende April geboren
wurde. Mutter Sabine Döbler (33), die ehemalige Meldebüro-Koordinatorin,
half genauso mit wie viele andere TSVB-Mitglieder auch.
Was viele Helfer dabei besonders freute: Sie bekamen ein
gelbes, schönes Helfer-Shirt überreicht, dass
sie als Erinnerung mit nach Hause nehmen durften.
Ende Juni wird es in Beuren eine große Schlußbesprechung
geben, wo die Veranstaltung noch einmal im Detail nachbesprochen
wird. Es werden neben der großen Teilnehmerzahl sicher
auch noch andere Punkte positiv in Erinnerung bleiben. So
gab es zum Beispiel in Balzholz und später an der Beurener
Skihütte so viele Zuschauer wie selten zuvor beim Hohenneuffen-Berglauf.
Einige Balzholzer hatten sogar ihren Frühstückstisch
bei dem Traumwetter (25 Grad, Sonne) nach draußen
(fast) an die Strecke verlegt. Und sie durften auch etliche
einheimische Läufer beklatschen. Der schon genannte
Frank Klass schüttelte den Organisationsstress anscheinend
problemlos ab: Er absolvierte die Strecke in neuer persönlicher
Bestzeit (42.54 Minuten), wurde Achtzehnter. Die Formkurve
des Beureners, der an der Stuttgarter Börse berufstätig
ist, steigt so nach oben, wie einst die Kurse des Neuen
Marktes in der "Goldgräberzeit" vor drei
Jahren. Und noch einer wurde auf der Strecke gesichtet,
der einen klangvollen Namen in der Sportszene unseres Ortes
hat: Jürgen "Fred" Ott, der 1989 im pfälzischen
Kandel bei den Deutschen Marathonmeisterschaften eine grandiose
Zeit von 2.30 Stunden lief (immer noch Vereinsrekord). Jürgen
Ott will es wieder wissen. Der 44 Jahre alte Pädagoge,
der in Neckarhausen lehrt, plant sogar demnächst ein
Marathon-Comeback. "Vielleicht schaffe ich ja eine
Zeit unter drei Stunden", gibt sich der ehemalige Hasenzüchter
bescheiden, "ich habe zumindest wieder mein Wettkampfgewicht."
Den Marathon will der Beurener demnächst in Füssen
absolvieren, am Fuße des Schlosses Neuschwanstein.
"Ich werde mein Bestes geben", so Ott gegenüber
dem Gemeindeblatt. In der vorderen Hälfte platzierte
sich auch der Beurener Michael Doster, kurz danach folgte
Helmut Friess, der jetzt in der Altersklasse der über
65jährigen startet. Helmut Friess war erst wenige Stunden
vor dem Start aus dem Urlaub zurückgekommen. "Ich
bin mit meiner Zeit von 54 Minuten zufrieden", so Friess
nach dem Rennen im Burghof des Hohenneuffen nach 9,3 anstrengenden
Kilometern. Michael Zimmerer (14) tauchte nur ein paar Meter
hinter Friess im Burghof auf, gefolgt vom ein Jahr älteren
Michael Stöcker. Markus Reutter, der einstige Jungstar
der Beurener Laufszene, wollte eigentlich auch starten.
Der Hobby-Höhlenforscher trat aber nicht an, wurde
dann ein paar Tage später auf der Zuschauertribüne
des Bundestages in Berlin bei der Regierungserklärung
von Verbraucherschutz-Ministerin Renate Künast gesichtet.
Es hatten wieder einige AH-Fußballer des TSV gemeldet:
Schnellster war Roland Müllerschön, der die Stunden-Barriere
locker unterbot. Dieter Scheu schaffte dieses Kunststück
ebenso. Wolfgang Stöcker fehlten 62 Sekunden zur Unterbietung
der Stunden-Grenze, auch Frank Kertsch blieb knapp darüber.
Bei den Frauen war wieder einmal Elisabeth Zimmerer schnellste
Beurenerin, sie war nach 62 Minuten auf dem Hohenneuffen.
Helmut Koch (AH-Kicker) packte den Lauf ebenfalls. Günther
Kerner von den AH-Fußballern mußte leider kurz
vor dem Ziel aussteigen. Im Laufe der Jahre haben nun insgesamt
über 50 Beurener den Hohenneuffen-Berglauf bewältigt.
Bei der Siegerehrung in der gut gefüllten Turn- und
Festhalle zeigte sich Bürgermeister Erich Hartmann,
der wie immer den Startschuß zum Hohenneuffen-Berglauf
gab, sehr zufrieden: "Uns allen ist ein Stein vom Herzen
gefallen, als im Herbst klar war, dass es den Berglauf weiter
gibt. Die jungen Organisatoren sind jetzt mit einer tollen
Beteiligung belohnt worden." Unterstützt wurden
sie dabei von vielen Helferinnen und Helfern aus dem Verein,
aber auch von anderen Clubs, wie dem Musikverein, der mit
drei Musikern eine vielbeachtetes Konzert als Motivationshilfe
kurz vor dem Ziel absolvierte. Die Musiker des Happenings
und ihre Instrumente: Clemens Schwickert (Rätsche,
Pfeife), Fabian Klotz (Trommel), Manuela Buck (Trommel,Glocke).
"Das war Klasse", befand zum Beispiel der Beurener
Volker Eberhardt, der zum vierzehnten Mal den Lauf absolvierte,
also alle Bergläufe mitgemacht hat. Dank gilt auch
den Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung. Eine große
Stütze war auch die Freiwillige Feuerwehr Beuren, wo
Wolfgang Döbler mit die Fäden zog. "So kann's
weitergehen", stellte ein Besucher der Turn- und Festhalle
nach der feierlichen Siegerehrung fest. Recht hat er.
Weitere Informationen und Bilder unter www.berglauf.tsv-beuren.de
TSV
Beuren, Abteilung Leichtathletik |
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