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13.06.2002

Beurener Mitteilungen
13.06.2002
 
 
14. Hohenneuffen-Berglauf
 
 
Ein gelbes Shirt als Erinnerung an einen tollen Tag
 

Rund eineinhalb Wochen sind seit dem Hohenneuffen-Berglauf mittlerweile ins Land gegangen und immer noch herrscht große Zufriedenheit bei den Organisatoren des TSV Beuren und den "Co"-Organisatoren des TSV Frickenhausen. Eins ist nach der Superbeteiligung (über 400 Starter) klar: Unterm Strich war der 14. Hohenneuffen-Berglauf ein Erfolg.
So sieht das ganze auch Beurens neuer Berglauf-Koordinator Frank Klass (23): "Wir hatten viel mehr Teilnehmer, als gedacht. Aber schon jetzt beginnt die genaue Analyse, damit wir im kommenden Jahr noch ein paar Fehlerquellen abstellen." Schulterklopfen gab es trotzdem genug für den aktiven Langstreckenläufer, der in diesem Jahr mit Berglauf-"Oldie" Ulrich Döbler (43) den bisherigen Berglauf-Organisator als Berater zur Seite hatte. Erstmals als Zuschauer an der Strecke war übrigens Ulis Sohn Vincent Döbler (0), der Ende April geboren wurde. Mutter Sabine Döbler (33), die ehemalige Meldebüro-Koordinatorin, half genauso mit wie viele andere TSVB-Mitglieder auch. Was viele Helfer dabei besonders freute: Sie bekamen ein gelbes, schönes Helfer-Shirt überreicht, dass sie als Erinnerung mit nach Hause nehmen durften.
Ende Juni wird es in Beuren eine große Schlußbesprechung geben, wo die Veranstaltung noch einmal im Detail nachbesprochen wird. Es werden neben der großen Teilnehmerzahl sicher auch noch andere Punkte positiv in Erinnerung bleiben. So gab es zum Beispiel in Balzholz und später an der Beurener Skihütte so viele Zuschauer wie selten zuvor beim Hohenneuffen-Berglauf. Einige Balzholzer hatten sogar ihren Frühstückstisch bei dem Traumwetter (25 Grad, Sonne) nach draußen (fast) an die Strecke verlegt. Und sie durften auch etliche einheimische Läufer beklatschen. Der schon genannte Frank Klass schüttelte den Organisationsstress anscheinend problemlos ab: Er absolvierte die Strecke in neuer persönlicher Bestzeit (42.54 Minuten), wurde Achtzehnter. Die Formkurve des Beureners, der an der Stuttgarter Börse berufstätig ist, steigt so nach oben, wie einst die Kurse des Neuen Marktes in der "Goldgräberzeit" vor drei Jahren. Und noch einer wurde auf der Strecke gesichtet, der einen klangvollen Namen in der Sportszene unseres Ortes hat: Jürgen "Fred" Ott, der 1989 im pfälzischen Kandel bei den Deutschen Marathonmeisterschaften eine grandiose Zeit von 2.30 Stunden lief (immer noch Vereinsrekord). Jürgen Ott will es wieder wissen. Der 44 Jahre alte Pädagoge, der in Neckarhausen lehrt, plant sogar demnächst ein Marathon-Comeback. "Vielleicht schaffe ich ja eine Zeit unter drei Stunden", gibt sich der ehemalige Hasenzüchter bescheiden, "ich habe zumindest wieder mein Wettkampfgewicht." Den Marathon will der Beurener demnächst in Füssen absolvieren, am Fuße des Schlosses Neuschwanstein. "Ich werde mein Bestes geben", so Ott gegenüber dem Gemeindeblatt. In der vorderen Hälfte platzierte sich auch der Beurener Michael Doster, kurz danach folgte Helmut Friess, der jetzt in der Altersklasse der über 65jährigen startet. Helmut Friess war erst wenige Stunden vor dem Start aus dem Urlaub zurückgekommen. "Ich bin mit meiner Zeit von 54 Minuten zufrieden", so Friess nach dem Rennen im Burghof des Hohenneuffen nach 9,3 anstrengenden Kilometern. Michael Zimmerer (14) tauchte nur ein paar Meter hinter Friess im Burghof auf, gefolgt vom ein Jahr älteren Michael Stöcker. Markus Reutter, der einstige Jungstar der Beurener Laufszene, wollte eigentlich auch starten. Der Hobby-Höhlenforscher trat aber nicht an, wurde dann ein paar Tage später auf der Zuschauertribüne des Bundestages in Berlin bei der Regierungserklärung von Verbraucherschutz-Ministerin Renate Künast gesichtet.
Es hatten wieder einige AH-Fußballer des TSV gemeldet: Schnellster war Roland Müllerschön, der die Stunden-Barriere locker unterbot. Dieter Scheu schaffte dieses Kunststück ebenso. Wolfgang Stöcker fehlten 62 Sekunden zur Unterbietung der Stunden-Grenze, auch Frank Kertsch blieb knapp darüber. Bei den Frauen war wieder einmal Elisabeth Zimmerer schnellste Beurenerin, sie war nach 62 Minuten auf dem Hohenneuffen. Helmut Koch (AH-Kicker) packte den Lauf ebenfalls. Günther Kerner von den AH-Fußballern mußte leider kurz vor dem Ziel aussteigen. Im Laufe der Jahre haben nun insgesamt über 50 Beurener den Hohenneuffen-Berglauf bewältigt. Bei der Siegerehrung in der gut gefüllten Turn- und Festhalle zeigte sich Bürgermeister Erich Hartmann, der wie immer den Startschuß zum Hohenneuffen-Berglauf gab, sehr zufrieden: "Uns allen ist ein Stein vom Herzen gefallen, als im Herbst klar war, dass es den Berglauf weiter gibt. Die jungen Organisatoren sind jetzt mit einer tollen Beteiligung belohnt worden." Unterstützt wurden sie dabei von vielen Helferinnen und Helfern aus dem Verein, aber auch von anderen Clubs, wie dem Musikverein, der mit drei Musikern eine vielbeachtetes Konzert als Motivationshilfe kurz vor dem Ziel absolvierte. Die Musiker des Happenings und ihre Instrumente: Clemens Schwickert (Rätsche, Pfeife), Fabian Klotz (Trommel), Manuela Buck (Trommel,Glocke). "Das war Klasse", befand zum Beispiel der Beurener Volker Eberhardt, der zum vierzehnten Mal den Lauf absolvierte, also alle Bergläufe mitgemacht hat. Dank gilt auch den Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung. Eine große Stütze war auch die Freiwillige Feuerwehr Beuren, wo Wolfgang Döbler mit die Fäden zog. "So kann's weitergehen", stellte ein Besucher der Turn- und Festhalle nach der feierlichen Siegerehrung fest. Recht hat er.
Weitere Informationen und Bilder unter www.berglauf.tsv-beuren.de

TSV Beuren, Abteilung Leichtathletik