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09.06.2008

Der Teckbote
09.06.2008
 
 
Tschechen-Duo dominiert das Jubiläum
 
 
621 Teilnehmer beim 20. Hohenneuffen-Berglauf – Sonderapplaus für die drei Treuesten
 

20

 

 

Zwei tschechische Sieger, drei Jubiläumsläufer und ein Tiroler Zufallsteilnehmer – die 20. Auflage des gestrigen Hohenneuffen-Berglaufs hatte einige Schmankerl parat.

 

Peter EIdemüller

 

Beuren. Tschechischer Sieg bei der Fußball-EM – tschechischer Doppelsieg beim Hohenneuffen-Berglauf: Vorjahressieger Roman Skalsky war auch heuer nach 9,3 Kilometern und 438 Höhenmetern als Schnellster im Burghof der Burgruine Hohenneuffen. In 36,54 Minuten war der 33-Jährige sogar 18 Sekunden schneller als bei seinem Erfolg 2007. Zweiter wurde sein Landsmann und Trainingskamerad Richard Pleticha (39,32), der neben Skalsky der einzige Läufer war, der unter der 40-Minuten-Marke blieb. Bester Finisher aus der Teckregion wurde der Jesinger Markus Braun, der in 43,22 Minuten Rang 15 belegte. Bemerkenswert auch die Leistung von Mountainbike-Youngster Lucas Stix vom MTB Teck. Der 16-Jährige aus Kohlberg kam nach 46,08 Minuten (Platz 37) ins Ziel.

Siegerin bei den Frauen wurde die für den Lauftreff Echterdingen startende Katrin Vogler, die nach 49,51 Minuten das Ziel erreichte. Ihre Klasse bewies auch einmal mehr Eva Rother vom Kirchheimer Lauftreff, die dieses Mal allerdings für ihren Arbeitgeber (Kreissparkasse) an den Start gegangen war und in 57,36 Minuten beste Frau aus der Teckregion war. Ihr dicht auf den Fersen: Sonja Hoyler vom TSV Ötlingen in 57,58 Minuten. Mit 84 Frauen war das weibliche Teilnehmerfeld übrigens so groß wie selten zuvor.

Apropos Statistik: Bereits vor dem Start am Bahnhof in Linsenhofen ernteten drei Läufer einen kräftigen Sonderapplaus von der Teilnehmerschar: Volker Eberhardt und Anton Palesch (beide TB Neuffen) sowie Adolf Lehrung (LG Esslingen) sind die drei Einzigen, die bei allen 20 bisherigen Hohenneuffen-Bergläufen das Ziel erreicht haben – einer würde theoretisch fehlen: Manfred Schütte vom VfL Kirchheim, der gestern 50. wurde, war zwar auch 20 Mal am Start, musste jedoch einmal verletzungsbedingt aus dem Rennen aussteigen.

Für ein weiteres Schmankerl sorgte der Österreicher Josef Wachter. Dessen Eltern betreiben in Reutte (Tirol) eine Pension. Von schwäbischen Urlaubsgästen erfuhr der passionierte Bergläufer, der für den LSV Kitzbühel startet, vom Hohenneuffen-Lauf und war sofort begeistert. Folge: Wachter belegte gleich bei seinem Premieren-Lauf hinauf auf die Burgruine den fünften Platz in 41,13 Minuten.

Beklatscht wurden er und die restlichen 620 Teilnehmer (davon 502 Läufer, 33 Walker und 86 Schüler) unter anderem auch von einer Gruppe Mittelalter-Fans, die nach zünftigem Feste auf der Burg genächtigt hatten und sich beim Aufwachen unerwartet mit der Läuferschar konfrontiert sahen – gefallen hat‘s ihnen trotzdem.